Tagesseminar Linz

23.04.2018
Nicola Good

Vor 2 Tagen, am Samstag, 21.04. 2018 waren wir im Neuen Rathaus in Linz und erlebten dort wieder einen reich gefüllten Tag mit Christina und einem tollen Publikum. Trotz des wunderbaren, sommerhaften Frühlingswetters erschienen die Teilnehmer in grosser Zahl. Erfreulich viele Kinder und Jugendliche waren unter den Gästen. Schön!

Einmal mehr vermochte Christina in freiem Fluss eine grosse Palette von Themen anzusprechen und zu vertiefen. Und wie üblich, versuche ich an dieser Stelle, einige Rosinen aus der Fülle des von Christina Angesprochenen für euch herauszupicken.

 

Seminare und Veränderung

Christina:“Es ist oft so, dass sich Leute für ein Seminar anmelden, sich auf einen Stuhl setzen und die Erwartung haben, dass sie rauslaufen und erleuchtet sind. Selbst, wenn das mal passieren sollte, hat das nichts mit dem Referenten zu tun. Seminare geben Impulse. Dass in einer Person aus dem Impuls etwas entsteht, hat immer nur mit der Person selbst zu tun.

Wir können Wissen im Kopf annehmen oder im Herzen. Eine solche Veränderung können wir nicht in einem Seminar bewirken, denn es ist ein Prozess.

Es ist ein Prozess, der damit zu tun hat, dass wir beginnen, anders mit Situationen umzugehen. Wenn Person A dir wütende Energie schickt, ist niemandem geholfen, wenn du ihm wütende Energie zurückschickst. Wir können der Person bedingungslose Liebe schicken. Diese Liebesqualität ist nicht an Bedingungen geknüpft. In unserer Gesellschaft ist das schwierig, denn alles ist an Bedingungen geknüpft.

Wenn also jemand in einer dunklen Höhle sitzt und dort ist kein Licht, weiss die Person nicht, wie sie da herauskommen soll. Wenn wir jetzt bedingungslose Liebe zu der Person schicken, ist das wie ein Lichtstrahl, der den Weg nach draussen zeigen kann. Aber die Person muss ihn annehmen. Der Prozess des Annehmens bewirkt, dass die Person herausfinden kann. Dass es «klick» macht in uns: Das machen nur wir selbst, niemand anders. Es ist nur ein Impuls gekommen, und wir haben ihn angenommen.

 

Frage aus dem Publikum:

«Ich versuche die bedingungslose Liebe in meinem Leben zu leben, aber nicht immer funktioniert das Resonanzprinzip. Es passiert mir oft, dass ich benutzt werde. Wie soll ich damit umgehen?»

Christina : «Die andere Person sieht das Licht, kann es aber nicht annehmen. Das liegt bei ihr. Aber du kannst deine Einstellung verändern und bedingungslose Liebe schicken. Das hat eine Trainingsqualität. Du hast die Möglichkeit, bedingungslose Liebe zu trainieren. Wir LEBEN etwas erst, wenn wir es oft genug trainiert haben, dann geht es vom Tagesbewusstsein ins Unterbewusstsein.

Unsere wahre Natur ist diese bedingungslose Liebe. Diese ist aber überlagert von Glaubenssätzen und Mustern. Es braucht wiederholtes Training, um  die Dinge aufzulösen, die verhindern, dass wir wieder in  unsere wahre Natur kommen.

Wenn sich also Dinge und Situationen immer wiederholen in deinem Leben, dann bekommst du damit die Möglichkeit, etwas Bestimmtes zu üben.

 

Veränderung

Wenn wir uns eine Veränderung wünschen, dann haben wir die Verantwortung, etwas zu verändern. Wenn wir sehen, dass etwas nicht gut läuft auf der Welt, dann sind wir die ersten und die einzigen, die dann etwas tun können.

Wir erwarten so oft, dass Politiker etwas verändern . Aber die Veränderung muss von uns kommen. Es geht darum, selbst die Veränderung zu verkörpern. Wir sollten nicht vergessen, dass  wir die ganze Zeit daran sind, die Welt zu verändern. Das scheint unscheinbar oder nicht sichtbar zu sein. Wenn man die Massenmedien anschaut, dann sicher nicht. Denn sie berichten nicht darüber und verbreiten nicht das, was an Positivem geschieht. Es liegt in unserer Verantwortung, das Gute weiterzuverbreiten.

Wir brauchen auch das ganze Bild. Man sieht die guten Dinge nicht, wenn man die Informationen immer nur aus den Nachrichten holt. Wir haben die Verantwortung, welche Informationen wir aufnehmen. Denn wo unsere Aufmerksamkeit hingeht, da geht unsere Energie hin.

Jeder , der physisch oder energetisch etwas macht, leistet Vorarbeit für Leute, die noch kommen.

Deshalb gilt die Dankbarkeit nicht nur jenen, die noch kommen, sondern denjenigen, die jetzt da sind und denjenigen, die schon da waren.

All die, die schon vor Jahrzehnten und Jahrhunderten hier waren und Spiritualität gelebt haben, haben das gemacht, weil sie das WOLLTEN, nicht, weil jemand ihnen das gesagt hat.

 

Je mehr Leute das Bewusstsein erhöhen, desto mehr wird das in der Menschheitsseele abgespeichert. Je grösser der Punkt wird, desto einfacher wird es für viele andere, darauf zuzugreifen.

Wenn wir uns also immer öfter mit geistigen Dingen beschäftigen, desto einfacher wird es für andere, den Schritt dorthin auch zu machen. So bleibt alles in der Menschheitsseele gespeichert, denn sie vergisst nie etwas.

Diejenigen, die ihre Schwingung erhöhen, machen ja nicht nur einen Dienst für sich selbst, sondern auch für alle anderen.

 

Glück

Das Spannende ist: Glück finden ist ganz einfach, wenn wir die Perspektive gegenüber dem, was wir als Glück bezeichnen, ändern. Dann kann es ganz einfach werden, dankbar zu sein für das , was schon da ist und achtsam den Naturwundern gegenüber zu werden. Wir können die Wunder dort suchen, wo sie sind, nämlich überall.

 

Herz

Das Herz ist Vertrauen. Aus dem Herz kommt Vertrauen und dann gibt es keine Ängste und Sorgen und wir sind in einer Art Urvertrauen. Das Herz ist die Verbindung mit unserer Seele und die Seele ist göttlich. Deshalb ist das Herz die Verbindung zum Göttlichen.

 

Frage: « Kommt der 3. Weltkrieg? «

Das hängt von uns ab. Wenn wir erwachen und dieses Sandkastenspiel beginnen zu verstehen… Politiker an sich können nichts machen, ohne dass wir es unterstützen.

Es ist bei allem so, ob bei Krieg oder einem persönlichen Streit: Es geschieht nur, weil wir es zulassen. Es sind immer WIR, die es zulassen. Schlussendlich sieht es zwar so aus, als würde ein  Politiker etwas bewirken, aber WIR machen es möglich.

Darin liegt unsere Verantwortung.

Wie seltsam, kriegerisch oder sanft der Übergang wird, ist in unserer Hand. Diejenigen, die den Krieg ausführen, sind ja nicht Politiker, sondern Leute aus der Bevölkerung. So etwas ist nicht mehr möglich, wenn die Menschheit erwacht.

 

Erdung

Je besser du geerdet bist, desto höher kommst du oben ( im Geistigen) wieder heraus. Es ist wie bei einem Trampolin. Wir sind tief in die Amnesie  hineingerutscht, deshalb können wir auch sehr schnell ins Erwachen gehen.

Wir kommen immer mehr in die neue Energie. Sie ist Freude und Leichtigkeit. Deshalb ist es wichtig, der Freude zu folgen und sie zu leben.

Es geht darum, zu merken, dass wir vernetzt sind. Wir brauchen einander und niemand verändert die Welt allein.

Glaube kann Berge versetzen, aber wir limitieren uns selbst. Wir dürfen erkennen, dass unsere Gedanken unsere Realität bestimmen.

Nur dort, wo wir etwas erkennen, können wir auch etwas verändern. Man braucht für Veränderung die Absicht, den Glauben und das Vertrauen, dass es möglich ist.“